Katzen in den Farben von Matchatee und Vogelbeermarmelade

30 Katzen, 2 Schildkröten und 0 Giraffen

Erst das Bild, dann der Text

Diesmal fängt alles mit dem Katzen-Titelbild an. Meistens ist es ja umgekehrt, erst ist ein Text da und dann kommen die passenden Bilder dazu. Manchmal auch passend gemachte Bilder, wie dieses Elfenpony.

So, am Anfang war also das Katzenbild. Ich dachte mir, ich muss praktisch nur in den kommenden Nächten irgendetwas träumen, was zu dem Titelbild passt. Am besten natürlich etwas mit Katzen.

Dummerweise kam dann kein einziger Traum mit Katzenbezug. Und alle anderen Träume waren auch irgendwie falsch.

Der beste Traum war noch der von zwei kleinen Schildkröten in Strickjacken, die in einer südamerikanisch aussehenden Wohnung Hand in Hand vor mir weggerannt sind.

Ich fand eigentlich, dass es keinen Grund gab, vor mir zu fliehen. Wobei es natürlich sein kann, dass ich in dem Traum selber eine Katze war und nichts davon wusste. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Schildkröten vor Katzen weglaufen würden. Sie setzen sich beim Ballspielen ja auch gegen Hunde durch.

Wie auch immer, das Katzenbild ist jedenfalls entstanden, weil sich mein Gehirn beim Schreiben verknotet hat. Das nennt sich Schreibblockade und in dem Fall empfiehlt es sich dringend, alles stehen und liegen zu lassen und etwas Praktisches zu tun. Kochen, Auto reparieren, spazieren gehen, aufräumen oder noch besser: Duschen. Dann kann das Gehirn schön in den Alphamodus wechseln und ist – theoretisch – offen für Einsteinsche Einfälle.

Schreibblockaden einfach mit Katzen-zeichnen lösen

Ich habe mich für eine Zeichenübung entschieden. Die Anweisung lautete, sich irgendwo gemütlich hinzufläzen und dreißig Katzen zu zeichnen. Mit wenigen, starken Linien. Und sollte sich das Hirn dabei auch verknoten, dann sollte man sofort zur nicht-dominanten Hand wechseln.

Mit der ungeübten Hand zu zeichnen ist herausfordernd, es bedeutet nämlich Kontrollverlust. Genau das ruft dann aber neue Linien, neue Ideen, neue Tierarten … eben ganz Neues hervor.

Zum Glück wurde in der Anleitung angekündigt, dass die meisten Katzen ganz schlimm aussehen werden und nur wenige gute dabei sein würden. So war es dann auch. Ich bin froh, dass diese beiden Katzen dabei entstanden sind. Interessanterweise hat die nicht-dominante Hand im Vergleich zur dominanten Hand viel weichere Linien produziert.

Die dominante-Hand-Katze verlangte sofort nach Farbe. So ist das mit Bildern, Texten und Kompositionen. Sie fangen urplötzlich an zu sprechen und fordern dann auf einmal mehr. Dem nachzukommen, nennt sich Flow und ein Flow-Erlebnis ist das genaue Gegenstück zum verknoteten Gehirn. Der Flow überträgt sich dann auch auf andere Bereiche. In meinen speziellen Fall bedeutete das, dass ich weiter schreiben konnte :).

Inspiriert zur Farbwahl hat mich übrigens dieser Snack hier, mit selbst gemachter, bitter-süßer Vogelbeermarmelade und Matchatee. Letzteren habe ich mit Kamelmilch aufgeschäumt. Nein, Scherz, es war Kuhmilch. Ich dachte nur gerade, dass man im Prenzlauer Berg doch eigentlich erwarten dürfte, dass die Leute ihren Matcha mit Kamelmilch schäumen.

Kamele kommen in meinem Zeichenkurs später vielleicht auch noch vor. Als nächstes sind erst mal Giraffen dran.

Die Vogelbeeren sind draußen inzwischen verschwunden und die Marmelade drinnen auch. Farblich ist das kein Verlust, denn gestern bin ich über ein Rezept für Kürbismarmelade gestolpert. Natürlich kann man Marmelade auch kaufen. Kaufen macht aber nicht so viel Spaß, außer Orangenmarmelade beim italienischen Supermarkt. Die gibt es dann demnächst hier zu sehen. Giraffen und Orangenmarmelade.

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